Für meinen Berlin-Aufenthalt im Mai musste etwas Besonderes her, schließlich ist Berlin nach eigenen Angaben die Geburtsstadt der Currywurst. Deshalb buchte ich die Currywurst-Tour von Berlin Food Tour und wurde nicht enttäuscht. Auf meinem Blog „it’s a hoomygumb“ habe ich einen ausführlichen Beitrag über meine spezielle Tour, den Stationen, sowie den verkosteten Currywürsten & Co. geschrieben.
Berlin Food Tour
Bucht man die Tour, so erhält der Currywurst-Fan acht Kostproben & Geschichten, eine Auswahl der besten Currywurst Buden Berlins, besucht eine Berliner Traditions-Fleischerei und nimmt an einem Chilli-Saucen Tasting teil.
Mir hat die Tour unheimlich gut gefallen und werde bei Bastian, dem Inhaber von Berlin Food Tour, in Zukunft auch noch einige andere Touren buchen.
Kontakt
Berlin Food Tour
Novalisstraße 10
10115 Berlin
Telefon: +49 173 5286415
Weitere Informationen über Berlin Food Tour und die Angebote erhält man auf deren Website.
Fernsehkoch Tim Mälzer hat auch für Currywurst ein Rezept parat und dieses habe ich die Tage nachgekocht und verkostet. Vorgekocht wurde das Rezept vom Fernsehkoch am 17. November 2012 in der in der 105. Folge „Tim Mälzer kocht!“, die im ARD ausgestrahlt wurde.
Das Rezept ist laut Mälzer für vier Personen ausgelegt, allerdings hat er dabei wahrscheinlich die doppelte Menge kalkuliert, damit er die Hälfte der Sauce einfrieren kann. Vielleicht mag er seine Currywurst auch nur ertränkt, jedenfalls ist die Angabe für meine Bedürfnisse nicht korrekt. Verkostet habe ich die Sauce mit einer Kalbsbratwurst vom Metzger meines Vertrauens, die ich in der Pfanne angebraten habe.
Currywurst nach Tim Mälzer
Schon beim Kochen gefiel mir die Konsistenz der Sauce nicht so ganz und geschmacklich erinnert sie mich, durch die verwendeten Zwiebeln und Tomatenstücke, eher an eine Art Schaschlik-Sauce. Sehr tomatenlastig eben und etwas wenig Würze. Am verwendeten Currypulver kann es nicht liegen, denn dieses ist wirklich hervorragend. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Sauce schlecht ist, sie erinnert mich nur nicht wirklich an eine Currywurst.
Letztendlich habe ich Tim Mälzers Currywurst-Sauce noch etwas einkochen lassen und mit einem Esslöffel Worcestersauce, ein paar Spritzer Tabasco und einer speziellen Curry-Mischung gepimpt, was mir dann besser gemundet hat. Die folgende Bewertung betrifft jedoch das Original von Mälzer.
Die Pfefferschoten und Zwiebeln fein Hacken und mit dem Olivenöl andünsten. Den Ingwer schälen, fein reiben, mit dem Currypulver in den Topf geben und mitdünsten. Anschließend mit dem Cola abgelöscht und aufkochen. Zum Schluss die Tomaten hinzugeben, beim Erhitzen gut umrühren und mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken.
Seit Kurzem gibt es im Kühlregal eine Art Currywurst Light, denn Meica aus Edewecht im norddeutschen Ammerland hat, das Produkt Curry King 100% Geflügel in das hauseigene Wurst-Sortiment aufgenommen. Gegenüber dem normalen Curry King nimmt man mit der Geflügel-Variante je 100g 40kcal und 4g Fett weniger zu sich. Das neue Currywurst-Angebot dürfte die kalorienbewussteren Fans ebenso erfreuen, wie die Schweinefleisch-Abstinenzler mit leichtem Hang zur Currywurst. Der Markt dafür ist sicherlich vorhanden, auch wenn ich kein großer Fan solcher Produkte bin.
zubereitete Currywurst
Bei meiner Verkostung konnte ich bei der Soße keinerlei Änderung feststellen. Sie ist immer noch viel zu süß und langweilig. Leider handelt es sich bei dem Geflügelwürstchen wieder um eine Art Bockwurst, was die Sache leider nicht besser macht. Der kleine, ausschließlich durch das Geflügelwürstchen verursachte Geschmacksunterschied, ändert dadurch nichts an meiner Bewertung des original Meica Curry King.
Begibt man sich im Supermarkt an das Kühlregal für Wurstwaren, bekommt man seit 2001 in den meisten Fällen den Curry King zu sehen. Diese Art Currywurst wird von Meica aus Edewecht im norddeutschen Ammerland hergestellt und ist seit 2009 mit augenscheinlich derselben Rezeptur auch in einer XXL-Variante erhältlich, die ich jedoch nicht extra verkosten werde.
Über den Meica Curry King habe ich bereits gestern einen ausführlichen Beitrag in meinem Blog „it’s a hoomygumb“ geschrieben, auf den ich hiermit zum Weiterlesen verlinken möchte:
Tuttlingen ist mit richtigen Imbissbuden sehr dünn besiedelt. Im Gewerbegebiet Gänsäcker findet man Marias Imbiss und dort habe ich gestern eine Currywurst verkostet. Die komplette Story der Verkostung habe ich bereits hier veröffentlicht, so dass ich mich auf das Wesentliche beschränken werde:
Die rote Wurst wurde vollständig in der Fritteuse zubereitet und war danach ziemlich geschmacklos. Die extreme Süße der Sauce mit dem Beigeschmack nach industriell hergestelltem Curryaroma lässt sich definitiv nicht beschreiben. Das Brötchen aus dem Großhandelssack war noch das Beste an diesem € 2,70 teuren Versuch eine Currywurst zuzubereiten. Leider gelingt es mir immer wieder gutaussehende Schnappschüsse von schlechtem Essen zu schießen, aber da muss man eben durch.
Standort
Marias Imbiss
Gänsäcker 13
78532 Tuttlingen
Weitere Informationen zum Imbiss findet man bei Foursquare.
Bewertung
Optik:
Aroma:
Geschmack:
Durchschnitt:
Update vom 07.10.2013
Heute wurde ich dazu genötigt, hier erneut eine Currywurst zu essen und war einigermaßen positiv überrascht. Zwar kommt die Wurst immer noch aus der Fritteuse, allerdings schmeckt die Currywurstsauce bedeutend besser. Es handelt sich hierbei wohl immer noch um ein Convenience-Produkt, welches jedoch durch Beigabe weiterer kreativer Zutaten gepimpt wurde. Auch das Currypulver wurde auch gegen ein brauchbares ausgetauscht.
Vor ein paar Tagen habe ich die Currywurstsauce Spicy vom Sylter Restaurant Sansibar verkostet. Das Produkt kommt in einer 420g Dose daher, deren Inhalt langsam in einem Topf erhitzt wurde.
Da ich bereits unter „it’s a hoomygumb“ einen Beitrag über die Currywurstsauce Spicy von Sansibar geschrieben habe, halte ich mich hier etwas kürzer und komme direkt zu meinem Verkostungsergebnis.
Die Sauce ist eigentlich sehr interessant, jedoch für meinen Geschmack total überwürzt und zu salzig. Allerdings kann man sich behelfen, indem man die Currywurstsauce etwas mit passierten Tomaten verdünnt, wodurch logischerweise auch der Geschmack verfälscht wird. Wer auf stark gewürzte Saucen steht, ist mit dieser Sauce durchaus gut bedient und sollte die € 4,90 je Dose einfach einmal investieren.